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Er bezaubert mit seiner außergewöhnlichen Blüte und ist auf der ganzen Welt bekannt.
Eine der ältesten Heilpflanzen, die vom Menschen kultiviert wurden. Seine wertvollen Eigenschaften nutzte man bereits 4000 v. Chr. Die alten Sumerer entwickelten ein Verfahren zur Gewinnung von Opium. Auch Hippokrates erwähnte den Rohstoff. Zu seiner Zeit galt Mohn als Heilmittel gegen epileptische Anfälle, Schlaflosigkeit und Verdauungsbeschwerden. In Verbindung mit Schierling diente Opium zur Hinrichtung Verurteilter.
Im Jahr 1806 wurde aus Opium Morphin isoliert, das seither als eines der stärksten schmerzlindernden Mittel verwendet wird. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts galt Opium als Droge, und sein Verkauf wurde verboten. Opium kann eine Reihe unerwünschter Wirkungen hervorrufen – Beeinträchtigungen des Atmungssystems, Verlangsamung der Herztätigkeit und Blaufärbung der Haut. Es kann auch zu Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod kommen 💀.
Heute darf Schlafmohn ausschließlich für die Bedürfnisse der pharmazeutischen Industrie angebaut werden, während Sorten mit niedrigem Morphingehalt in der Kosmetik- und Lebensmittelbranche Verwendung finden. Ihr müsst keine Überdosierung von Mohnkuchen oder süßem Mohngebäck befürchten.
Bestandteile des Schlafmohns sind: Opium (Flavonoide, Phenolsäuren, Alkaloide – vor allem Morphin, Codein und Papaverin), Mineralsalze (Calcium, Magnesium, Mangan, Kalium), Vitamine (E und B-Gruppe), Tocopherole, pflanzliche Sterole, Säuren (Ölsäure, Palmitinsäure und Linolsäure).
Besondere Beachtung verdienen die Alkaloide und Opioide, also Substanzen, die als Schmerzmittel eingesetzt werden. Schlafmohn wirkt zudem entzündungshemmend, krampflösend auf die glatte Muskulatur, beruhigend, stopfend, schweißhemmend, antiemetisch, hustenstillend und narkotisch.
Extrakte auf Mohnbasis werden auch in der Kosmetik verwendet. Cremes sind für die Pflege empfindlicher und zu Couperose neigender Haut bestimmt. Erhältlich sind außerdem Seifen, Masken, Seren und Haaröle. Mohnöl spendet Feuchtigkeit, regeneriert und glättet die Haut, weshalb es auch gegen Cellulite angewendet werden kann.
Mit seiner außergewöhnlichen Blüte verführerisch,
ist der Mohn in aller Welt bekannt.
Aus ihm gewinnt man verbotene Substanzen,
doch auch Kuchen, die viele besonders mögen.