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Heute Zierde von Fensterbänken und Blumenbeeten. Einst – ein uraltes Symbol beständiger Liebe und Hingabe – das Alpenveilchen. Der griechischen Mythologie zufolge entstand es aus dem ersten Tropfen Blut, der aus dem Herzen Eros’ (des Gottes der Liebe) floss, als er von einem Pfeil getroffen wurde.
In der europäischen Volksmedizin wurden die Wurzeln des Alpenveilchens als schmerzlinderndes und fiebersenkendes Mittel sowie zur Behandlung von Wunden und Verbrennungen verwendet.
Alpenveilchenöle werden seit Hunderten von Jahren in der Aromatherapie eingesetzt. Sie wirken antimikrobiell, antimykotisch und stimmungsaufhellend.
Es ist zu beachten, dass rohe Alpenveilchenwurzeln giftig sind – sie enthalten Saponine und Glykoside (ihre Verwendung erforderte Wissen und Vorsicht).
Heute werden Präparate aus Alpenveilchen unter anderem in homöopathischen Mitteln gegen das prämenstruelle Syndrom, Migräne, Nervenschmerzen sowie zur Reinigung der Nasennebenhöhlen eingesetzt.
Alpenveilchenöl ist eine Zutat in Parfüms und verleiht ihnen Subtilität und Frische.
Cyclamen purpurascens kommt in der Natur hauptsächlich in den südlichen Alpen vor. In Polen befindet sich sein einziger natürlicher Standort in einem Naturschutzgebiet auf dem Hügel Miłek in den Krkonoše-Vorbergen. Diese Pflanze steht in Polen unter strengem Artenschutz.